Rassismuskritisch denken lernen.

 

Rassismukritisch denken lernen bedeutet für uns, Menschen zu motivieren, zu unterstützen und zu begleiten sich mit dem Thema Alltagsrassismus und den intrinsischen Denk-, und Gefühlsmustern und Rassismus in Institutionen zu sensibilisieren, auseinander zu setzen und sie anschließend dazu zu befähigen, rassismusarme und diversitätsbejahende Umgebungen (mit-) zu gestalten und sich aktiv gegen Rassismus einzusetzen und.

Gesellschaftlicher Kontext

 

Deutschland ist ein weltoffenes pluralistisches Land. Dennoch. Deutschland hat - wie jedes andere Land ein Rassismusproblem. Rassismus wird oft ausschließlich in rechtspopulistische Kreise verortet. Dort gibt es ihn. Dort wird er kaum verborgen sondern zunehmend offensiv gelebt, mit verheerenden Folgen für unser weltoffenes Land insgesamt und die von Rassismus Betroffenen insbesondere. Die Annahme, dass es Rassismus nur in diesen politisch rechts definierten Kreisen gibt, ist jedoch sowohl falsch als auch fatal. Rassismus sitzt systematisch in allen Bereichen unserer Gesellschaft, sowohl institutionell, strukturell als auch in Form von verinnerlichten Alltagsrassismus. Obwohl Rassismus in allen Bereichen der deutschen Gesellschaft wirkt, ist es nicht leicht, über ihn zu sprechen. Keiner möchte rassistisch sein, und viele Menschen scheuen sich vor dem Begriff. Um eine Differenzierung zwischen bewusst rassistischer Motivation und der verinnerlichten, oft unbewussten und systemischen Rassismus zu treffen, sprechen wir von “rassistischer Sozialisierung” versus “Rassist*in sein”.

 

Immer mehr wächst in der Gesellschaft  sowohl der Wunsch und als auch der Bedarf nach einer Auseinandersetzung  über eben diese - rassistische Sozialisierung. Bildungseinrichtungen, Unternehmen, Institutionen und auch Individuen stellen fest, dass rassistische Sozialisierung dazu führt, dass Menschen ausgeschlossen werden, Zugang zu Ressourcen verweigert werden, Benachteiligungen und Verletzungen entstehen und Konflikte aufkommen.

 

Unsere Expertise in dem Bereich “Rassismuskritisch denken lernen” und “Empowerment” haben  wir in der Auseinandersetzung zum Thema Rassismus in über 500 Workshops, Beratungen, Tagungen und Vorträgen mit insgesamt über 10.000 Menschen erlangt. Die Nachfrage nach Sensibilisierungsmaßnahmen einerseits und Empowerment-Räumen andererseits steigt stetig. 

 

Wichtige Erkenntnis

 

Es gibt keine rassismusfreien Räume.

Gleichzeitig gibt es ein großes Unwissen und Unkenntnis in Bezug auf Rassismus und vor allem rassistische Sozialisierung.

Der Druck auf Institutionen/Organisationen und Einzelpersonen nach einer Auseinandersetzung zu diesem Thema steigt.

Es herrscht Angst vor “politischer Korrektheit”, der “Sprachpolizeit” und “dem erhobenen Zeigefinger”

Der Wunsch nach einer kritischen und gleichzeitig wertschätzenden und konfliktarmen und achtsamen Auseinandersetzung zu diesem Thema steigt enorm.

Institutionen aller Art - z.B. Bildungseinrichtungen, Wohlfahrtsverbände, politische Organisationen, Wirtschaftsunternehmen - sehen die Notwendigkeit, ihre Strukturen diskriminierungskritisch zu überdenken und neu zu justieren.

 

Warum geht es genau?

Bei rassistischer Sozialisierung geht es um eigene rassistische Denk- und Gefühlsmuster, die wir von klein auf verinnerlicht haben. Diese Sozialisierung findet sich in der Art, wie wir sprechen, in den Büchern, die wir lesen, in den Medien, die wir konsumieren, in den Witzen, die wir machen. Und sie befindet sich dementsprechend auch in den Systemen, die wir kreieren.

 

Was rassismuskritisch denken lernen beinhaltet:

  • Entwicklung einer Gesprächskultur über Rassismus in der eigenen Institution, Organisation, Team und auch in der Familie
  • Kennenlernen, Erlernen und Entwickeln von konkreten kurz,- und langfristigen Handlungsoptionen
  • Unterstützung bei einer diversitätsbejahrenden und rassismusfreien Organisationsentwicklung
  • Beratung: Strategieberatung für Institutionen, Familienberatung, Einzelberatung
  • Raum und Zeit für kritische, ehrliche aber schuldfreie und nicht konfrontative Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Diskriminierungsformen, speziell Rassismus
  • Unterstützung und Anleitung zur kritischen Selbstreflexion - bezogen auf die individuelle Person einerseits und die des Teams/der Organisation/der Institution andererseits
  • Wissensvermittlung zur Geschichte des Rassismus und Wirkmechanismen von Rassismus heute
  • Begleitung, Unterstützung und Wissensvermittlung zum Thema Rassismus und Sprache